Maennertraum Special - Dick und Doof.

Stan Laurel und Oliver Hardy. Die unvergessenen Komiker.

dick und doof
Wer kennt sie nicht, die beiden tolpatschigen Komiker aus den alten Schwarzweiss-Filmen? Sie waren eines der berühmtesten Komiker-Duos der Filmgeschichte und sind auch in Deutschland schon sehr früh zu grossem Ruhm gelangt. Und das trotz oder gerade wegen des wenige schmeichelhaften Künstlernamens "Dick und Doof".

Ich persönlich schaue mir noch heute lieber alte Stan & Laurel Filme auf DVD an als die derzeitig angesagten Möchtegern-Comedians. Ihre absolut unvergleichlich unbeholfen wirkende Art der Komik ist einfach nur einmalig. Lasst uns in diesem Special in der guten alten Zeit schwelgen und vielleicht noch etwas neues über die beiden erfahren...

Oliver Norvell Hardy wurde am 18. Januar 1892 in Harlem, Georgia (USA) geboren und starb am 7. August 1957 in Hollywood, Kalifornien (USA). Oliver Hardy war erst zehn Monate alt, als sein Vater starb. Er verbrachte seine Jugend in Milledgeville, Georgia, wo seine Mutter ein Hotel betrieb. Er war
Oliver Hardy
  ein musikalisch begabter, sangeslustiger Junge und nahm neben der Schule eine Zeit lang unregelmäßigen Gesangsunterricht am Konservatorium in Atlanta. 1910 begann er als Geschäftsführer und Filmvorführer des Palace Theater, des ersten Kinos in Milledgeville, zu arbeiten. Dort sah er die frühen Comedys und beschloss, sich an diesem Genre zu versuchen.

1912 verließ er Milledgeville und zog nach Jacksonville, Florida, wo damals gerade die junge Kinoindustrie aufblühte. Dort fand er jedoch vorerst keine Anstellung in der Filmbranche und musste sich deswegen seinen Lebensunterhalt mit Auftritten als Sänger verdienen. Oliver Hardy in einer seiner klassischen Filmposen. Dasselbe tat er, als er 1913 weiter nach Atlanta zog, wo er seine erste Frau, die jüdische Pianistin Madelyn Saloshin, kennen lernte und noch im selben Jahr ehelichte.
1914 kehrte er mit seiner Frau nach Jacksonville zurück und fand bei der Lubin Company nun endlich Arbeit als Filmschauspieler. Sein erster Film war 'Outwitting Dad'. 1921 begegnete er Stan Laurel zum ersten Mal in einem Film (The Lucky Dog). In der Zeit vor der künstlerischen Partnerschaft mit Laurel, also vor 1927, wirkte er in ca. 270 Stummfilm-Kurzfilmen mit, von denen aber nur gut 100 erhalten geblieben sind. Der Filmproduzent Hal Roach nahm Hardy mit Stan Laurel unter Vertrag.

1927 begann die Welt-Karriere der beiden einzigartigen Genies der Komik, in deren Verlauf die stattliche Anzahl von 106 Filmen zustande gekommen ist, in denen sie gemeinsam auftreten. In dem Duo spielte Hardy meist die Rolle des Mannes mit den großen Plänen, der schließlich an seinen Ansprüchen scheitert. In Erinnerung bleibt sein leidendes, verwundertes Gesicht, wenn er sich über seinen Partner Stan Laurel bzw. anderes Ungemach ärgert und in einem cholerischen Anfall ausbricht. Oliver Hardy war Freimaurer und Mitglied der Solomon Lodge No. 20 in Jacksonville. Einer der bekann- testen Filme, die auf die Freimaurerei anspielen, ist der Film Die Wüstensöhne (Sons of the Desert) von 1933. Dort begeben sich Stan Laurel und Oliver Hardy auf einen Konvent der Shriners (die zu den Freimaurern gehören) in Chicago, tragen deren Fes und treffen sich in einer Oase (Freimaurerloge).


Stan Laurel wurde am 16. Juni 1890 in Ulverston (England) geboren und starb am 23. Februar 1965 in Santa Monica (Kalifornien). Eigentlich hiess er Arthur Stanley Jefferson. Stan Laurel war sein
sozusagen in die Wiege gelegt, denn sein Vater und seine Mutter arbeiteten am Theater. Er hatte vier Geschwister: Gordon, Beatrice, Sydney und Edward. Sydney starb schon im Kindesalter. Stan Laurels Mutter starb am 1. Dezember 1908 im Alter von 50 Jahren. Den Tod seiner Mutter hat er seinem Vater nie verziehen. Besonders der Vater förderte die Fähigkeiten seines Sohnes.

Zwei Jahre spielte Laurel in einem Pantomimen-Theater mit. Erfolgreiche Soloauftritte machten ihn bekannt. Fred Karno, ein erfolgreicher Theaterproduzent, verpflichtete den jungen Mann. So spielte Laurel eine Rolle, die Charlie Chaplin abgelehnt hatte. 1910 ging er in die USA und tourte durch das Land. Mae Charlotte Dahlberg, eine australische Tänzerin, die zusammen mit Stan in Vaudeville-Theatern auftrat und zu seiner Geliebten wurde, erfand seinen Künstlernamen Laurel (Lorbeer). Nach ersten Arbeiten bei Universal lernte er Hal Roach kennen. Laurel wurde Regisseur und Drehbuchautor.
  
Stan Laurel
Stan Laurel traf im Film The Lucky Dog (1921) erstmals mit Oliver Hardy zusammen. Erst 1927 begann aber ihre Weltkarriere als unzertrennliches Duo. Auch der Tonfilm unterbrach ihre Karriere nicht. 1930 brachte seine erste Frau Lois einen Sohn zur Welt, der aber schon nach 9 Tagen starb. Stan Laurel verfiel durch den Tod seines Sohnes dem Alkohol. Am 17. Dezember 1933 kam der nächste Schicksalsschlag: der jüngste Bruder von Stan Laurel, Edward Jefferson, starb im Alter von 32 Jahren bei einer Zahnarztbehandlung an Herzversagen. Bis 1951 traten Laurel und Hardy gemeinsam in insgesamt 106 Filmen auf.

Stan Laurel entwickelte dabei die meisten Gags und schrieb die Drehbücher. Ab 1938 häuften sich die Differenzen zwischen Hal Roach und Stan Laurel. Die Presseskandale über das Privatleben von Stan Laurel missfielen Roach sehr, und Laurel stellte Forderungen über angeblich nicht bezahlte Gagen. Als der Vertrag des Duos mit Hal Roach am 5. April 1940 auslief, verlängerte Roach ihn nicht. "Saps At Sea" ("Dick und Doof auf hoher See") war ihr letzter Film bei Roach.

Andere Filmgesellschaften waren nicht sehr begierig auf die beiden Komiker. Bei MGM und 20th Century Fox bekamen sie nicht den künstlerischen Freiraum, den sie von Roach gewohnt waren. Am 14. Januar 1949 starb Stan Laurels Vater Arthur Jefferson im Alter von 87 Jahren.1950 bekamen sie noch ein letztes Mal eine Chance, einen richtigen Film zu drehen: "Atoll K". Der Film war ein einziges Fiasko. Drehbuch und Regisseur waren schlecht, und die Produktion verlief chaotisch. Aus Sicht von Laurel und Hardy war es ein großes Glück, dass der Film ein Riesenflop war und sehr schnell in Vergessenheit geriet. Die beiden machten noch 1952 einige Tourneen durch Europa. Auftritte im amerikanischen Fernsehen schlugen hingegen fehl. Der Tod von Oliver Hardy im Sommer 1957 war für Stan Laurel ein schwerer Schicksalsschlag. Er brach während der Beerdigung seines besten Freundes in Tränen aus. Laurel wurde 1960 mit einem Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Am 23. Februar 1965 starb Stan Laurel nach einem Herzinfarkt im Alter von 74 Jahren. Sein Grab befindet sich in den Gardens of Heritage auf dem Friedhof Forest Lawn Memorial-Park in den Hollywood Hills.
Quelle: Wikipedia.de


Das Dick und Doof Buch. Die Geschichte von Laurel und Hardy in Deutschland
Norbert Aping lässt in diesem sehr gründlich recherchtierten und mit vielen seltenen Abbildungen reich bebilderten Buch die Geschichte der Laurel-und-Hardy-Rezeption in Deutschland im Lichte der Zensur, des Filmverleih-Wesens, der Synchronisation und der Presse von den ersten Kurzfilmen in den 1920er
dick und doof buch  Jahren über die großen Erfolge der Langspielfilme bis hin zur Vermarktung von Laurel und Hardys Werk im Fernsehen, auf Video und auf DVD in der heutigen Gegenwart lebendig werden.

Der Leser findet darin natürlich sämtliche Filme der beiden Komiker wieder und auch ihre Biografie. Digital stehen neben dem Buchtext außerdem mehrere hundert Seiten Anhänge zur Verfügung. Sie umfassen u.a. die bislang wohl umfangreichste Laurel-und-Hardy-Filmografie mit eingehenden Synchron-Angaben, ca. 2.000 Anmerkungen, und sie bahnen nicht zuletzt auch einen sicheren Weg durch den bisher völlig unübersichtlichen Dschungel der zahllosen deutschen Filmtitel. Mehr Infos zum Buch

Mehr Infos zu den beiden finden sich auch auf Laurel-hardy.de. Wie wärs mal mit einer Titty Twister Party?
 
 
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